Reiseblog #1: Unsere 20 Tage Reise an die Westküste der USA - Wie alles begann …

Unsere 20 Tage Reise an die Westküste der USA - Wie alles begann ...


Warum ausgerechnet die Westküste?

 

Ich glaube es ist der Traum von Vielen, wenigstens einmal die USA zu bereisen - ähnlich war es bei mir. Dass ich, unbedingt in die USA reisen möchte war mir schon immer klar, allerdings wusste ich nicht wirklich wohin, welcher Bundesstaat wohl interessant wäre oder wie lange der Aufenthalt sein sollte, dass sich so eine schon eher „lange“ Reise überhaupt lohnt. Am Ende wurde es die Westküste – nicht weil ich ewig viele Reiseführer gelesen habe und mir erhoffte, dass es dort wohl am interessantesten ist. NEIN, ich habe mich schlicht und ergreifend auf meinen Mann verlassen,  der bereits in seinem „früheren“ Leben mehrmals an der Westküste war und wirklich sehr davon schwärmte – und diese Entscheidung FÜR die Westküste habe ich absolut nicht bereut! Nachdem wir ursprünglich bereits 2015 unsere erste gemeinsame USA Reise unternehmen wollten, haben uns leider unsere beiden Vollzeitjobs, aber auch unsere eigenen Finanzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Ende hat es unser Vorhaben aber soweit gestärkt, dass es für 2016 definitiv keine Ausrede mehr geben durfte, so dass mein Mann sogar seinen Job wechselte, der unser Leben etwas planbarer gestaltete und ich bereits noch im Jahr 2015 bei meinem Chef eine 4-wöchige Urlaubsphase für 2016 genehmigen lassen habe.

 

Wann ist der optimale Zeitpunkt und wie lange wollen wir überhaupt bleiben?

 

Als perfekte Reisemonate haben sich für uns September und Oktober herausgestellt.  Zum einen ist das Wetter an der Westküste zu dieser Zeit noch wunderbar und nicht zu heiß und zum anderen ist die Hauptsaison, die normalerweise von Juni bis August geht bereits vorbei, so dass natürlich überall Touristen im Land unterwegs sind, aber eben nicht sooo viele und die Flüge, Hotels und auch Mietwagen sind wenigstens etwas günstiger. Dazu kommt, dass diese beiden Monate auch was unsere Arbeit angeht optimal sind. Bei mir im Job gibt es um diese Zeit eh eine Anfrageflaute und bei meinem Mann sind die Projekte um diese Zeit auch eher sehr rar. Glücklicherweise hatte in dieser Zeit auch keiner meiner Familie seinen Urlaub geplant, so dass unser treuer Vierbeiner Levi auch problemlos bei meiner Family für die Zeit untergebracht werden konnte. Da wir einmal die Möglichkeit hatten, für 3 – 4 Wochen ohne Bedenken was Job, Hund, Familie und andere Verpflichtungen anging zu verreisen, ergriffen wir einfach die Chance. Sicherlich kann man auch in 2 Wochen die Westküste bereisen oder aber auch auf weitere Wochen ausdehnen – die Frage ist dabei einfach nur, was man sehen möchte und wie lange man an welchen Orten bleiben möchte und das kann am Ende nur jeder für sich selbst entscheiden.

 

Einfluss auf unseren Aufenthalt hatten natürlich all die Orte und Gegenden die ich als noch „unbefleckte“ Westküstenreisende unbedingt sehen wollte und auf meiner imaginären Bucket-List stehen hatte und dazu noch die Preise für Flüge und unseren Mietwagen. Ja es mag sich kurios anhören, wenn man schon einmal einen solchen Jahresurlaub plant, dann noch auf jeden Cent zu achten – aber gerade bei dieser Reise hat es sich tatsächlich gelohnt, auch ab und zu ein wenig geizig zu sein und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Preise zu prüfen, um die Reisekasse nicht explodieren zu lassen.

 

In welcher Form wollen wir reisen und warum?

 

Für uns kam eigentlich nur eine Reiseform in Frage und zwar die des Roadtrips im Campervan. Es war von vornherein klar, dass wir wahrscheinlich jeden Tag auf Achse sein werden und an den Orten bleiben, wo es uns eben gerade gefällt. Ein Campervan, in dem Fall ein unauffälliger Ford E-350 inklusive Bett, Dachzelt und kleiner Küche samt Kühlschrank und vielen praktikablen Staufächern im Heck, war am Ende der wohl perfekteste Begleiter auf unserem Trip den wir haben konnten. Die Option sich mit einem günstigen Mietwagen das Land anzusehen und spontan in ebenso günstigen Motels oder anderen Unterkünften zu übernachten, schien mir anfangs auch sehr verlockend, habe ich aber nach kurzem überschlagen der Kosten sofort wieder verworfen. Noch etwas bequemer als ein Campervan wäre wohl nur ein Wohnmobil gewesen.  Der Vorteil hier auf jeden Fall viel mehr Platz und eine eigenen Toilette samt Duschmöglichkeit *ein Traum* - was die Kosten sowohl für die Miete, als auch für das Übernachten auf diversen RV Plätzen angeht, allerdings im Gesamten gesehen wieder weit über dem, was unser Budget hergab.

 


Wie habe ich unsere Route geplant?

 

Vorab muss ich vielleicht erwähnen, dass sowohl mein Mann als auch ich ziemliche Freigeister sind, was den längeren Aufenthalt an einem Ort, vor allem im Urlaub angeht. Für uns gibt es nichts Schlimmeres, wie länger als 3 – 4 Tage an einem Ort bleiben zu müssen und bereits alles entdeckt zu haben. Daher ist die Route, die ich für uns grob vorgeplant hatte schon sehr abwechslungsreich und voller Bewegung – getreu dem Motto, so viel wie möglich Orte in dieser kurzen Zeit kennenlernen und jede Minute und jede Meile effektiv nutzen. Ja, das mag jetzt ein wenig anstrengend und nicht erholsam klingen, aber ich bin „die Planung“ in Person und wäre mehr als unglücklich, wenn ich das Gefühl hätte auch nur eine Minute Zeit zu vergeuden. Mein wohl wichtigster Helfer hierbei war ein Buch – der beste Reiseführer, den ich je in meinem bisherigen Leben besessen habe – „USA der ganze Westen – Das Handbuch für individuelles Entdecken“ von Hans-R. Grundmann und Isabel Synnatschke. Ich habe diesen Reiseführer förmlich verschlungen und so langsam aber sicher wurde mir klar, dass Westküste nicht nur Strand, Ozean, Los Angeles und San Francisco bedeutete, wie ich es auch dem Schwärmereien meines Mannes kannte, sondern das wir hier ebenso die Möglichkeit haben wundervolle Berge, Wüsten, Nationalparks und ein Stück Wilden Westen zu erleben. Perfekt! Nachdem ich mich endlich dazu durchringen konnte die Flüge zu buchen, in der Hoffnung, dass diese genau jetzt auch wirklich am günstigsten sind und ich wirklich nicht noch mehr sparen kann, stand unser Reisezeitraum fest – 25. September bis 17. Oktober 2016 – die Möglichkeit ganze 20 Tage die Westküste zu erleben.

 

Den Link zum Reiseführer findet Ihr hier > USA, der ganze Westen (Das Handbuch für individuelles Entdecken)

 


Alle Details zu unserer Route und die von uns besuchten Orte, wie viele Meilen wir am Tag gefahren sind und wie flexibel unsere Planung am Ende wirklich war – das erfahrt Ihr in den nächsten Blogs.

 

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

 

Eure Franzi der Familie Brightside

 

 

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